Praxisberatung

Fachlicher Hintergrund

In 15 Jahren der Arbeit mit hochauffälligen Kindern, Jugendlichen, Heranwachsenden und jungen Erwachsenen, die zu großen Teilen Entwicklungsstörungen der Persönlichkeit aufwiesen, haben wir viel Erfahrung mit einem erfolgreichen pädagogischen Umgang sammeln können.

In all der Zeit haben wir Pädagoginnen und Pädagogen in der Anwendung verschiedener Methoden geschult und sie mit Praxisberatung und Supervision begleitet. Unser besonderes Augenmerk lag dabei schon immer auf der zwischenmenschlichen Beziehung von Klient(in) und Pädagog(in).

Diese Klient(inn)en stellen fast immer eine besondere Herausforderung in der Arbeit dar, da sie ihre Schwierigkeiten nicht metakognitiv-verbal mitteilen, sondern im Handeln herstellen. Das bedeutet, dass der Pädagoge/die Pädagogin in eine „Inszenierung“ früher Erfahrungen verstrickt wird – mit den entsprechenden eigenen (meist heftigen) Gefühlen dazu.

Unsere Spezialisierung ist das Verstehen dieser Vorgänge, das Anstoßen selbstreflexiver Vorgänge bei den Pädagog(innen) und die Entwicklung geeigneter Handlungsstrategien.

  

  

Sie arbeiten an einer Schule? Dann haben wir hier spezielle Angebote für Sie. 

Methode

Die von uns angebotene fachliche Begleitung basiert auf der psychoanalytisch-interaktionellen Methode. Sie umfasst Elemente der Selbsterfahrung ebenso wie der Praxisberatung. In Gruppen können Prozesse analysiert werden, Verstrickungen aufgedeckt und individuelle Interventionsstrategien gefunden werden.

Es wird durchgehend in einem beschämungsfreien Rahmen und in einer wertschätzenden Haltung gearbeitet und Bezug auf das sich ergebene Gruppengeschehen genommen, was in gleicher Weise ermutigend unterstützt wird. So wird implizit auch an der Teamstabilisierung gearbeitet und ein Verständnis für die unterschiedlichen Handlungsstrategien entwickelt.  

Wenn gewünscht, kann eine Vermittlung von theoretischem Grundlagenwissen angeboten werden, um die Entwicklung eines besseren Verständnisses für Einschränkungen der Klient(inn)en in interpersonellen Situationen zu unterstützen und entsprechende Kommunikationsstrategien im Umgang mit schwierigen Klient(inn)en einzuüben. Das zwischenmenschliche Geschehen wird als ein „Mehr-Personen-Stück“ gesehen, das heißt das Verhalten der Klient(inn)en steht im Kontext des Verhaltens des Interaktionspartners (hier der Pädagog(inn)en).

Ziele

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen unterstützt werden, ihre Kommunikation mit den Klient(innen) entwicklungsförderlich zu fokussieren. Sie sollen unterstützt werden, Beziehungskollusionen besser zu verstehen und damit förderlich umzugehen.

Sie sollen Entlastung finden, indem sie die Schwierigkeiten mit den hochbelasteten jungen Menschen besser verstehen. Insbesondere, indem sie die eigenen Gefühle „lesen“ lernen und daraus Rückschlüsse auf das interpersonelle Geschehen ziehen können.

Sie sollen durch den Austausch in der Gruppe eigene Anteile erkennen und die Stärken in der Arbeit noch besser nutzen lernen.